Endlich: der Entschluss
Im Sommer 2006, das Land befand sich gerade im Fußball-Fieber und alle hatten gute Laune, waren wir auf Sylt und fieberten mit "unseren WM-Jungs" natürlich auch mit. Dieser Urlaub, unter dem Eindruck von Sonne, Sand und Meer, ließ mich kurze Zeit später, wir saßen wieder zuhause auf der Terrasse und vermissten den Nordseewind, den Satz in den Raum werfen: "Also eine kirchliche Strandtrauung fände ich jetzt toll." Zack, da saß ich am Haken, denn 4 große Augen schauten mich ungläubig an (Mum war zu Besuch) und Alexandra fragte sofort: "Wann denn ?". 
So war 3 Jahre nach meinem Heiratsantrag der Plan entstanden, im Sommer 2007 barfuß am Strand von Hörnum stehend, uns kirchlich trauen zu lassen.

Termin und Kampf der Bürokratie 
Wir waren uns schnell über einen Termin einig. Es sollte schon eine gewisse Wettergarantie bestehen, also statistisch gesehen der Juli. Und es gab einen Freitag, den 13. im Juli 2007. (13 ist unsere Glückszahl, wir wohnen bereits zum 2.Mal in einem Haus mit der Nr.13). Nun hieß es, den Kampf mit den Ämtern aufzunehmen. Vom Standesamt Westerland erfuhren wir, dass die Anmeldung nur im Heimatort erfolgen kann, und zwar frühstens ein halbes Jahr vorher. Also am 15.01.07 um 8 Uhr sollte Stichtag sein, um auch eine Reservierung in Westerland vornehmen zu können. Bis dahin mussten alle Dokumente vorliegen. Welche Papiere man unter welchen Voraussetzungen benötigt, erfährt man neuerdings in einer sehr ausführlichen Hochzeitsbroschüre. Wir jedenfalls waren mächtig am Stöhnen, da wir etliche Ämter kontaktieren mussten und leider unterschiedliche Aussagen erhielten. 

Obwohl auch eine Trauung auf dem Hörnumer Leuchtturm möglich ist, hatten wir uns wegen der geplanten kirchlichen Strandtrauung, aber auch anderen Gründen, dagegen entschieden. In dem Leuchtturmzimmer finden nur 9 Personen Platz, es dürfen nur flache (Braut)-Schuhe getragen werden und Kinder dürfen nicht teilnehmen. Angeblich weil der Leuchtturm Sendeantennen für den Mobilfunk beherbergt und ein Strahlungsrisiko vorliegt.
Für die kirchliche Trauung am Strand mussten natürlich ebenfalls Vorkehrungen getroffen werden. Hier hat uns Pastor Henke aus Hörnum hilfreich unterstützt. (Z.B. sollte man die Daten der Konfirmation parat haben.)
Pünktlich Mitte Januar begaben wir uns mit einem Stapel an Papieren zum Standesamt Winsen und stellten den Antrag auf Eheschließung. Die Planungen konnten endlich richtig beginnen und die selbstgemachten Einladungen (großen Dank an Sylvia) verschickt werden. 

Location
Bereits einige Monate zuvor hatten wir uns nach Räumlichkeiten für die Feier erkundigt und von der gewünschten Gaststätte „Südkap“ (direkt am Strand unterhalb des Hörnumer Leuchtturms) eine mündliche Zusage erhalten. Wie viel die wert war, sollten wir beim nächsten Gespräch erfahren. Leider hielt sich deren Begeisterung plötzlich in Grenzen und es wurden überzogene Preisvorstellungen genannt. Es stellte sich jetzt die Problematik unseres Wunschtermins heraus: Hauptsaison auf der Insel und keiner will/kann eine Hochzeitsgesellschaft verkraften. Diesen Eindruck bekamen wir nach endlosen Telefonaten und Absagen der Gaststätten. Schließlich erhielten wir den Tipp mit Hus in Lee in Rantum. Sehr schönes gemütliches Restaurant, ein unkomplizierter und netter Inhaber, Herr Blume und… das Angebot, das Hochzeitsauto, einen Jaguar-Oldtimer, zu stellen. Perfekt, auch wenn der Jaguar später gegen einen Aston Martin Cabrio getauscht wurde.
Einziges Manko war die Größe der zwei verbundenen Räume, die lediglich eine Gästezahl von ca.32 Personen zuließ, was wir bei den Einladungen leider berücksichtigen mussten. Trotzdem haben wir die Wahl des Lokals nie bereut. (Weitere Infos auf Seite „Die Hochzeit“).
Hochzeitskleidung
Ein nicht unwesentlicher Kostenfaktor ist natürlich das Brautkleid bzw. der Hochzeitsanzug. Nach einigen Überlegungen entschlossen wir uns, hier nicht am falschen Ende zu sparen und der Weg führte in Spezialgeschäfte mit optimaler Beratung. Zu bedenken waren nicht nur Farbe und Design, sondern auch das Material. Eine über viele Stunden gehende Sommerhochzeit kann warm und anstrengend sein. Insofern ist von Polyesterstoffen dringend abzuraten, auch dunkle Farben kamen wegen der geplanten Strandtrauung für uns nicht in Frage. Von der Auswahl bis zur Abholung muss man, mit mehreren Anproben und Anpassungen, mindestens 3 Monate einplanen. Doch wir sind der Meinung, der Aufwand hat sich gelohnt, denn wir haben uns den langen Tag in der Kleidung rundum pudelwohl gefühlt. 
 

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ich arbeite dran

                                                 

Was zu Lachen für zwischendurch:
So sieht die Brautwahl eines typischen deutschen Mannes aus.(anklicken, ist wissenschaftlich erwiesen)